Solartechnik: Solarthermie und Photovoltaik


Unter Solarthermie wird die Umwandlung direkter und diffuser, also zerstreuter, Sonnenstrahlen in Wärme verstanden. Der Umwandlungsprozeß erfolgt durch einen Sonnenkollektor, wobei die entstandene Wärme über einen Wärmetauscher in einen mit kaltem Wasser gefüllten Solarspeicher abgegeben wird. Das erwärmte Wasser wird dann in Küche, Bad und zur Einsparung von Heizenergie im Haushalt eingesetzt. Der Warmwasserbedarf eines Haushaltes kann mit einer ausreichend dimensionierten Solaranlage fast komplett gedeckt werden. Selbst während der Heizperiode trägt eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung bei, so daß über's Jahr etwa 60-70% der hierzu benötigten Energie von der Sonne kommt.

Im Bereich der Photovoltaik kommen Solarzellen zum Einsatz, mit deren Hilfe Sonnenlicht in elektrischen Strom umgewandelt wird. Solarzellen werden meistens aus Silizium hergestellt, einem in der Natur sehr häufig vorkommenden Element. Moderne Solarzellen erreichen einen Wirkungsgrad von 17% und werden in größeren Gruppen zu sogenannten Solarmodulen verschaltet. Fallen Sonnenstrahlen auf eine Solarzelle, so baut sich zwischen der Ober- und Unterseite der Zelle eine Gleichspannung auf, deren Energie in Solarakkus gespeichert, mit einem Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt oder direkt genutzt werden kann.

Eine Photovoltaik-Anlage mit einem Kilowatt Leistung kann in einem Jahr 800 kWh Strom erzeugen und erspart der Umwelt pro Jahr 500 kg Kohlendioxid, sowie andere Schadstoffe. Dies bedeutet einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz.

Förderungen

Solange es noch keine umweltgerechten Energiepreise gibt, erleichtern Ihnen Fördermittel die Investition in erneuerbare Energien. Viele öffentliche Stellen bei Bund, Ländern und Kommunen sowie die Energieversorger selbst haben die Zeichen der Zeit erkannt und spezielle Förderprogramme erarbeitet, um den Einsatz erneuerbarer Energien tatkräftig zu unterstützen.